🌍 Endlich geht’s los
Ende August war es endlich so weit. Das Wohnmobil war gepackt, der Kühlschrank gefüllt und die Vorfreude riesig.
Unser Ziel: eine große Rumänien Rundreise.
Wir hatten jede Menge Bilder gesehen, Reiseberichte gelesen und waren gespannt, was uns unterwegs erwarten würde. Vor allem wollten wir nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten sehen, sondern einfach durchs Land fahren und schauen, was hinter der nächsten Kurve auf uns wartet.
Die Route führte uns zunächst über Zagreb und Osijek durch Kroatien, weiter durch Serbien bis nach Bela Crkva.
Und ehrlich gesagt begann das Urlaubsgefühl schon lange vor der rumänischen Grenze.
🚐 Immer an der Donau entlang
Ab jetzt ging es immer an der Donau entlang.
Mit jedem Kilometer wurde die Landschaft schöner und wir legten ständig irgendwelche Fotostopps ein.
Eigentlich wollten wir Strecke machen.
Hat nicht funktioniert.
Ständig gab es wieder etwas zu sehen und irgendwo musste natürlich auch das Wohnmobil wieder anhalten.
🍖 Mici-Pause mit vierbeinigen Gästen
Irgendwann meldete sich der Hunger.
An einem kleinen Straßenstand gab es Mici und da konnten wir natürlich nicht vorbeifahren.
Kaum hatten wir unser Essen in der Hand, bekamen wir allerdings Gesellschaft.
Mehrere Hunde beobachteten jeden einzelnen Bissen mit einer Ernsthaftigkeit, die ihresgleichen suchte.
Zum Glück lag noch etwas altes Brot im Wohnmobil.
Die Hunde freuten sich, wir freuten uns und alle waren zufrieden.
🗿 Da schaut plötzlich ein Gesicht aus dem Berg
Und dann stand es plötzlich vor uns.
Oder besser gesagt: Es schaute uns an.
Mitten aus dem Felsen blickte der riesige Dakerkönig Decebalus auf die Donau.
Man kennt die Bilder vorher aus dem Internet.
Aber wenn man tatsächlich davorsteht, wirkt das Ganze noch einmal ganz anders.
Natürlich musste erst einmal angehalten werden.
Und natürlich entstanden deutlich mehr Fotos als eigentlich geplant.
Wie immer eben.
🌧️ Der Wetterbericht meinte es nicht gut mit uns
Bis hierhin lief alles wunderbar.
Dann kam der Regen.
Und blieb.
Er hörte auch nicht mal kurz auf.
Stattdessen wurde es immer grauer, immer nasser und ehrlich gesagt machte das Erkunden irgendwann einfach keinen Spaß mehr.
Immer wieder schauten wir auf die Wetter-App.
Die hatte allerdings auch keine guten Nachrichten für uns.
🤷♂️ Also Plan ändern
Irgendwann mussten wir uns eingestehen:
Das wird nichts.
Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von unserer geplanten Rumänien Rundreise.
Aber statt schlechte Laune zu bekommen, machten wir einfach das, was beim Reisen mit dem Wohnmobil so schön ist.
Wir änderten den Plan.
Kurz entschlossen ging es weiter Richtung Bulgarien, Serbien, Bosnien-Herzegowina und schließlich nach Kroatien.
Und fast schon frech wurde das Wetter plötzlich wieder besser.
Da fühlt man sich vom Himmel schon ein bisschen veräppelt.
🏞️ Auf Umwegen durch die Berge
Unser neuer Plan führte uns durch Bulgarien, Serbien und Bosnien-Herzegowina Richtung Kroatien.
Und plötzlich war sie wieder da – diese typische Reiselaune.
Einfach losfahren, schauen was kommt und sich überraschen lassen.
Die Straßen wurden kurviger, die Berge höher und die Landschaft immer beeindruckender. Hinter jeder Kurve wartete wieder ein neues Panorama und wir waren einmal mehr froh, dass wir mit dem Wohnmobil unterwegs waren und uns an keinen festen Zeitplan halten mussten.
🌊 Die Tara hatte leider andere Pläne
Ein Stück begleiteten wir die Tara, die für ihre spektakuläre Schlucht und ihre Raftingtouren bekannt ist.
Überall standen Schilder, die Abenteuer und Nervenkitzel versprachen.
Leider hatte der Regen der letzten Tage auch hier ganze Arbeit geleistet.
An Rafting war nicht zu denken und die Straßen hatten stellenweise sichtbar gelitten.
Manche Schlaglöcher waren so groß, dass wir kurz überlegt haben, ihnen einen eigenen Ortsnamen zu geben.
Langweilig wurde es jedenfalls keine Sekunde.
🫏 Plötzlich standen Esel vor uns
An einer kleinen Raftingstation wartete dann die vielleicht süßeste Überraschung des Tages.
Eine Handvoll freilaufender Esel schlenderte gemütlich herum und hatte überhaupt keine Berührungsängste.
Kaum hatten wir die Autotür geöffnet, standen sie schon neben uns und schauten erwartungsvoll.
Zum Glück hatten wir noch etwas altes Brot dabei.
Die Begeisterung darüber war riesig.
Und ganz ehrlich: Man kann Eseln schlecht widerstehen, wenn sie einen so anschauen.
Für uns war das einer dieser kleinen Momente, die in keinem Reiseführer stehen und trotzdem lange in Erinnerung bleiben.
🌉 Eine Brücke mit leichtem Nervenkitzel
Kurz darauf ging es über eine ziemlich klapprig aussehende Brücke quer über die Tara-Schlucht.
Von unten rauschte der Fluss durch die gewaltigen Felswände und wir blieben erst einmal eine ganze Weile stehen.
Die Aussicht war einfach grandios.
Die Brücke selbst wirkte zwar nicht mehr ganz fabrikneu, hielt aber tapfer durch und bescherte uns einen fantastischen Blick in die Tiefe.
Für Menschen mit Höhenangst vermutlich nicht unbedingt der perfekte Ort.
Für uns dagegen definitiv ein Fotostopp.
🚐 Kurven, Kurven und noch mehr Kurven
Danach führte die Strecke weiter durch endlose Wälder und über kurvenreiche Bergstraßen.
Das Navi behauptete zwar regelmäßig, wir würden zügig vorankommen.
Unser Magen war da allerdings anderer Meinung.
Zum Glück entschädigte die Landschaft für jede einzelne Serpentine.
Immer wieder hielten wir an Aussichtspunkten an und genossen einfach den Blick.
💦 Ein Abstecher zu den Kravica-Wasserfällen
Einer unserer nächsten Stopps waren die berühmten Kravica-Wasserfälle.
Schon der Weg dorthin führte durch herrlich grüne Landschaften und schattige Waldstücke.
Als wir schließlich unten ankamen, hörten wir das Rauschen schon von Weitem.
Das Wasser stürzte in zahlreichen Kaskaden in das große Naturbecken und bot ein wirklich beeindruckendes Bild.
Wir spazierten gemütlich über die Wege, machten natürlich viel zu viele Fotos und genossen einfach die angenehme Atmosphäre.
Solche Orte laden automatisch dazu ein, einfach mal eine Pause einzulegen und alles in Ruhe auf sich wirken zu lassen.
🌅 Kurz mal am Skadarsee vorbeischauen
Weiter ging es Richtung Montenegro.
Unterwegs überquerten wir die Brücke über den Skadarsee und legten natürlich auch hier einen kleinen Zwischenstopp ein.
Der Blick über den riesigen See war beeindruckend und im kleinen Ort Virpazar herrschte eine wunderbar entspannte Stimmung.
Überall warteten Boote auf Ausflugsgäste und man hätte problemlos noch einen ganzen Tag dort verbringen können.
Aber wie so oft auf Reisen wartete hinter der nächsten Kurve schon das nächste Ziel.
🏖️ Sonne tanken auf Murter
Nach den vielen Kilometern erreichten wir schließlich die kroatische Insel Murter.
Endlich Sonne.
Endlich Wärme.
Und endlich einmal ein paar Tage ohne ständig aufs Navi oder den Wetterbericht zu schauen.
Wir suchten uns einen schönen Campingplatz, packten die Stühle aus und machten erst einmal…
nicht besonders viel.
Genau das war in diesem Moment perfekt.
Wir hörten Hörbücher, saßen gemütlich vor dem Wohnmobil und ließen einfach die Seele baumeln.
Bis sich irgendwann zeigte, dass auch Nichtstun seine Tücken haben kann.
Der Sonnenbrand war nämlich deutlich motivierter als wir.
Und nach ein paar Tagen wussten wir plötzlich gar nicht mehr so recht, was wir eigentlich noch machen sollten.
Ausgerechnet Langeweile auf einer kroatischen Insel hätten wir vorher auch nicht auf unserer Reiseliste erwartet. 😄
💙 Unser Fazit
Unsere geplante Rumänien Rundreise verlief am Ende völlig anders als gedacht – und genau das machte sie so besonders.
Natürlich waren wir zunächst enttäuscht, dass uns das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Man plant, freut sich monatelang auf eine Reise und dann regnet es ausgerechnet dann, wenn man die schönsten Landschaften erkunden möchte. Aber manchmal entstehen aus genau solchen Situationen die besten Geschichten.
Wir folgten der Donau, bestaunten das beeindruckende Eiserne Tor, teilten unser Brot mit hungrigen Hunden, lernten äußerst sympathische Esel kennen, überquerten klapprige Brücken und fuhren durch Landschaften, die uns immer wieder zum Anhalten zwangen. Dazu kamen die gewaltige Tara-Schlucht, die wunderschönen Kravica-Wasserfälle und schließlich entspannte Tage auf den kroatischen Inseln.
Die Reise hat uns wieder einmal gezeigt, dass man nicht jeden Kilometer perfekt planen muss. Manchmal ist der ungeplante Umweg viel schöner als das eigentliche Ziel.
Und Rumänien? Das steht natürlich weiterhin ganz oben auf unserer Liste. Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir zurückkommen werden – dann hoffentlich mit etwas weniger Regen und etwas mehr Sonne. Bis dahin bleiben jede Menge schöne Erinnerungen, unzählige Fotos und die Erkenntnis, dass spontane Planänderungen manchmal die besten Reisen überhaupt entstehen lassen. 🚐😊
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