Rezepte

In dieser Kategorie sammeln wir kulinarische Entdeckungen.

Orangenlikör selber machen

 

Süffige Lieblingsflaschen zum Genießen 🍒🥃

Orangenlikör geht einfach immer – ob als kleiner Digestif nach dem Essen, süßes Mitbringsel für Freunde oder selbst gemachtes Geschenk: selbst angesetzte Liköre sind ein Garant für Glücksmomente. Das Beste daran? Du brauchst nicht viel, ein bisschen Geduld, ein paar frische Zutaten und Lust am Experimentieren – und schon entsteht deine ganz persönliche Lieblingskreation.

 

Drei Zutaten – endlose Möglichkeiten

Im Grunde brauchst du nur Alkohol, Zucker und Geschmack. Die Geschmacksquelle? Früchte, Kräuter, Gewürze – oder alles zusammen. Fruchtig, süß, kräftig oder ein bisschen ausgefallen: du entscheidest, wie dein Likör schmeckt.

Fast immer wird eine klare Spirituose verwendet – Wodka, Korn oder milder Schnaps – damit die Früchte, Kräuter und Gewürze richtig glänzen können. Wer es kräftiger mag, kann natürlich auch Rum, Whiskey oder Obstbrand nehmen.

Kombi-Ideen für deinen Likör:

  • 🍒 Beeren + Korn = fruchtig und mild

  • 🍑 Zwetschgen oder Pflaumen + Rum = würzig und rund

  • 🍋 Zitrusfrüchte + Wodka = erfrischend & klar

  • 🍏 Äpfel oder Birnen + Whiskey = herbstlich & leicht herb

  • 🍐 Quitten oder Mirabellen + Obstbrand = klassisch & fein

Der Geschmacksmacher

Was den Likör wirklich besonders macht, sind die Früchte, Kräuter oder Gewürze. Vanille, Zimt, Nelken, Ingwer oder sogar Chili verleihen besondere Würze, während Minze, Rosmarin oder Kaffeebohnen spannende Akzente setzen. Dein Likör, deine Regeln – probiere, mische, staune über die Ergebnisse!

 

Kräuterliköre – kleine Helden für die Verdauung

Wer es gerne etwas herber mag, sollte Kräuterliköre probieren. Schon im Mittelalter wurden Heilkräuter in Alkohol eingelegt – damals zur Konservierung, heute für Genuss und Wohlbefinden. Und ganz ehrlich: selbstgemacht schmecken sie doppelt so gut.

 

Geduld zahlt sich aus

Nach dem Ansetzen muss dein Likör mindestens 2–4 Wochen ziehen, manchmal auch länger. Einfach an einen dunklen, kühlen Ort stellen, ab und zu schütteln, und dann filtern und abfüllen. Der Moment, in dem du das erste Glas probierst – pure Freude garantiert.

 

Einfach, kreativ, unwiderstehlich

Also, schnapp dir ein paar Früchte, einen guten Schnaps, ein schönes Glas – und leg los. Es macht unglaublich viel Spaß, schmeckt fantastisch und du kannst beim nächsten Besuch stolz sagen: „Hab ich selbst gemacht!“ 😊

 

Zutaten für ca. 1 Liter Orangenlikör

  • 3–4 unbehandelte Bio-Orangen
    (du brauchst Saft und Schale – also bitte unbehandelt!)

  • 200–250 g Zucker
    (je nach gewünschter Süße, brauner Zucker gibt eine schöne Farbe)

  • 700 ml Wodka
    (geschmacksneutral, damit das Orangenaroma gut durchkommt)

  • 1 Vanilleschote
    (längs aufgeschnitten)

  • 3–5 Kaffeebohnen
    (optional, aber sie geben eine feine, warme Note)

  • 1 Zimtstange
    (passt super zu Orange).

So geht’s

  • Orangen vorbereiten:
    Schale von 2 Orangen dünn abschälen (ohne das Weiße!). Dann alle Orangen auspressen.

  • Ansatz ansetzen:
    Den frisch gepressten Orangensaft, die Schalen, Zucker, Vanilleschote, Kaffeebohnen und Zimtstange in ein großes, sauberes Schraubglas geben. Mit dem Wodka auffüllen und gut durchschütteln.

  • Ziehen lassen:
    Das Glas fest verschließen und 3–4 Wochen an einem dunklen, kühlen Ort ziehen lassen. Gelegentlich leicht schütteln, damit sich der Zucker gut löst und alles gut durchzieht.

  • Abseihen & abfüllen:
    Nach der Ziehzeit alles durch ein feines Sieb oder ein Mulltuch filtern. In eine schöne Flasche füllen, beschriften – fertig!

Verwendungsideen

Orangenlikör pur auf Eis – ein kleiner, feiner Genuss, der sofort gute Laune macht. Im Sommer eisgekühlt? Fast wie ein sonniger Kurzurlaub im Glas. Im Winter dagegen wärmt er von innen, besonders mit einem Hauch Zimt oder Vanille – perfekt für gemütliche Stunden.

Als Dessertzutat ist dein Orangenlikör ein echter Showstopper: über Vanilleeis träufeln, in Mousse au Chocolat oder Tiramisu einbauen, Obstsalat verfeinern oder den Kuchenteig aromatisieren – ein Tropfen genügt, und jedes Dessert bekommt den Wow-Effekt. Auch Punsch oder Glühwein wird mit einem Schuss Likör zum festlichen Highlight.

Und als Geschenk? Eine hübsche Flasche, liebevolles Etikett, Schleife drum – und schon hast du das perfekte, persönliche Mitbringsel. Ein „flüssiges Dankeschön“, das garantiert begeistert.

 

Unser Fazit

Selbstgemachter Orangenlikör ist mehr als nur ein Getränk – er ist ein kleines Stück Glück im Glas. Fruchtig, aromatisch und individuell nach deinem Geschmack, bringt er Sonne in jeden Tag und sorgt für unvergessliche Genussmomente. Ob pur auf Eis, im Dessert oder als kreatives Extra in Kuchen, Punsch oder Cocktails – jeder Schluck erzählt deine eigene Geschichte.

Und das Beste: du entscheidest, wie er schmeckt, wie süß, kräftig oder würzig er sein soll. Dazu kommt noch der besondere Stolz, wenn du die Flasche verschenkt oder selbst genießt. Ein selbstgemachter Likör ist ein persönliches Geschenk voller Liebe, ein Genuss für Herz und Gaumen – und fast wie ein kleiner Kurzurlaub in jedem Glas. Wer einmal selbst angesetzt hat, wird nie wieder gekauften Likör trinken wollen.  😋

 

Neugierig auf noch mehr Genuss? Dann stöbere unbedingt durch unsere Rezeptübersicht! 😋 Hier gibt’s alles – von cremigen Suppen über würzige Eintöpfe bis hin zu süffigen Likören und ausgefallenen Snacks.

Jedes Rezept erzählt seine eigene Geschichte: ein bisschen Chaos aus unserer mobilen Küche, jede Menge Aha-Momente und natürlich eine große Portion Fernweh und Geschmacksexplosionen. Ob Straßenstand, Familienküche oder kleine Garküche – wir haben alles probiert, dokumentiert und teilweise daheim nachgekocht.

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Ciorbă Rădăuțeană

 

Ciorbă Rădăuțeană – Legendäre Hühnersuppe 🍲

Wenn es um traditionelle rumänische Suppen geht, darf Ciorbă Rădăuțeană in keiner Küche fehlen. Die Suppe vereint alles, was die rumänische Küche so besonders macht: Herzhaftigkeit, aromatische Würze und manchmal ein kleiner, säuerlicher Twist, der das Geschmackserlebnis abrundet. Wer sich in die Welt der „Ciorbăs“ wagt, trifft schnell auf diesen Star – eine samtige Hühnersuppe, die beweist, dass man auch ohne Kutteln ein Publikum begeistern kann.

 

Von der Kuttel zur Kuschelsuppe

In den 1970er Jahren dachte sich die clevere Köchin Cornelia Dumitrescu: „Warum Kutteln, wenn Hühnchen geht?“ Gesagt, getan – die klassische Kuttelsuppe bekam eine sanfte Verwandlung: zartes Hühnerfleisch, cremige, säuerliche Basis und ein Schuss Knoblauchmagie. Das Ergebnis? Eine Suppe, die alle Rumänen vom Norden bis zum Süden ins Schwärmen brachte – ohne dass jemand den Magen zusammenziehen musste.

Ihre Idee war einfach genial: der köstliche Geschmack, aber ohne Innereien. Die Suppe verbreitete sich rasch in der ganzen Region und wurde schnell zum beliebten Klassiker in ganz Rumänien.

 

Warum Ciorbă Rădăuțeană so unwiderstehlich ist

Ciorbă Rădăuțeană ist wie ein gut erzogener Zaubertrick: mild, aber würzig, cremig, aber frisch, bodenständig, aber raffiniert. Ein Hauch Joghurt oder saure Sahne, ein Spritzer Essig, ein bisschen Gemüse – und fertig ist die Suppe, die selbst Skeptiker überzeugt. Wer einmal probiert hat, versteht, warum diese Suppe in Rumänien fast schon heilig gesprochen wird.

 

Zutaten

  • 1 ganzes Suppenhuhn oder 1 kg Hähnchenschenkel

  • 2 Karotten

  • 1 Pastinake

  • 1 Petersilienwurzel

  • 1 Stück Sellerie (ca. 100 g)

  • 1 Zwiebel

  • 4–5 Knoblauchzehen

  • 2 Eigelb

  • 200 g Schmand oder Crème fraîche

  • 2–3 EL Essig (nach Geschmack)

  • Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt

  • Optional: etwas Liebstöckel oder Petersilie zum Garnieren

Zubereitung

  • Fleisch kochen:
    Hähnchenfleisch mit der geschälten Zwiebel, etwas Salz und einem Lorbeerblatt in ca. 2,5 Liter Wasser langsam zum Kochen bringen. Den entstehenden Schaum regelmäßig abschöpfen.

  • Gemüse hinzufügen:
    Nach ca. 30 Minuten die in grobe Stücke geschnittenen Karotten, Pastinake, Petersilienwurzel und Sellerie hinzufügen. Alles zusammen köcheln lassen, bis Fleisch und Gemüse gar sind.

  • Fleisch zerkleinern:
    Das Fleisch herausnehmen, von Knochen und Haut befreien und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel und ggf. zu weiche Gemüsewürfel können entfernt oder püriert werden (nach Belieben).

  • Suppe abschmecken:
    Die Brühe mit Salz, Pfeffer und 2–3 EL Essig würzen (nach Geschmack mehr oder weniger sauer).

  • Knoblauch und Bindung:
    Den Knoblauch fein reiben oder pressen und zur Suppe geben. In einer Schüssel die Eigelbe mit dem Schmand gut verrühren. Etwas heiße Suppe löffelweise zugeben, um die Mischung zu temperieren. Dann vorsichtig unter ständigem Rühren in die nicht mehr kochende Suppe einrühren, damit nichts gerinnt.

  • Finalisieren:
    Das zerkleinerte Fleisch zurück in die Suppe geben. Noch einmal kurz erhitzen (nicht kochen!) und nach Geschmack mit frischer Petersilie oder Liebstöckel garnieren.

Serviervorschlag

Traditionell wird die Ciorbă Rădăuțeană mit frischem Weißbrot oder Mămăligă (Maisbrei) servieren. Ein Klecks saure Sahne oder ein Spritzer Essig im Teller sorgt für den authentischen „Wow“-Effekt. Bonus: Wer die Suppe teilt, sammelt sofort Sympathiepunkte.

 

Unser Fazit

Ciorbă Rădăuțeană ist der lebende Beweis, dass Hausmannskost alles andere als langweilig sein muss. Cremig, säuerlich, aromatisch – und dabei charmant wie ein guter Freund, der einem heimlich noch einen Nachschlag in den Teller schiebt. Sie schafft das Kunststück, gleichzeitig gemütlich-wärmend und raffiniert zu sein: Ein Löffel für die Seele, ein Hauch Essig für den Kick, ein Stück Brot zum Eintunken – und schon ist jeder Tag ein bisschen besser.

Für alle, die Kutteln nicht mögen, ist sie ein Segen; für alle, die auf Geschmack stehen, ein Muss. Die Suppe bringt die ganze Familie an den Tisch, lockt Freunde aus dem Haus und lässt selbst eingefleischte Suppenmuffel schwärmen. Kurz gesagt: Wer Ciorbă Rădăuțeană einmal probiert hat, hat einen neuen Lieblingsklassiker – und wer sie teilt, sammelt Bonuspunkte im Freundeskreis.😋

 

Neugierig auf noch mehr kulinarische Abenteuer? Dann tauche ein in unsere Welt voller Geschmacksexplosionen, wagemutiger Experimente und traditioneller Klassiker! 😋 Von cremigen Suppen über würzige Eintöpfe bis hin zu Gerichten, bei denen wir uns ehrlich fragen: „Wer hat sich DAS ausgedacht?“

Jedes Rezept erzählt seine eigene Geschichte – ein bisschen Chaos aus unserer mobilen Küche, jede Menge Aha-Momente und natürlich eine große Portion Fernweh. Ob Familienküche, Straßenstand oder kleine Garküche: Wir haben alles probiert, dokumentiert und teilweise sogar daheim nachgekocht – und teilen unsere Erfahrungen mit dir.

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Lavendelessig

 

Lavendelessig – Aromatischer Blütenzauber 🌿💜

Lavendel riecht nach Sommer, nach Urlaub in der Provence und nach entspannten Abenden auf der Terrasse – und genau dieses Gefühl lässt sich tatsächlich in eine Flasche füllen. Lavendelessig bringt eine überraschend elegante Mischung aus feiner Säure und blumig-würzigem Aroma in die Küche und verwandelt selbst einfache Salate oder Dressings in kleine Gourmetmomente. Ein paar Tropfen reichen, und plötzlich schmeckt alles ein bisschen nach Südfrankreich.

 

Ein Hauch Provence – ganz ohne Flugticket

Schon die Römer wussten, dass Lavendel mehr kann als gut duften: Sie aromatisierten damit Essige, Öle und Getränke. In der mediterranen Küche hat sich diese Tradition bis heute gehalten, denn Lavendel verleiht Speisen eine besondere, leicht verspielte Note, ohne aufdringlich zu wirken. Vor allem in Kombination mit mildem Weißweinessig entsteht ein Aroma, das gleichzeitig frisch, floral und angenehm würzig ist.

 

Warum Lavendelessig in keiner Genussküche fehlen sollte

Lavendelessig ist das kleine Geheimnis für große Wirkung: er verleiht sommerlichen Blattsalaten sofort eine elegante, blumige Frische, bringt raffinierten Kick in Vinaigrettes, harmoniert perfekt mit Ziegenkäse, gegrilltem Gemüse oder verleiht sogar Erdbeeren und Desserts eine überraschend feine Note. Dabei ist er unkompliziert in der Anwendung, unglaublich vielseitig und sorgt garantiert für den Moment, in dem Gäste neugierig nachfragen: „Was ist das eigentlich für ein genialer Geschmack?“

Ob als Spritzer in Limonade, in Marinaden für Fisch oder Huhn oder als besonderes Extra auf dem Salatteller – Lavendelessig verwandelt selbst einfache Gerichte in kleine, blumige Geschmackserlebnisse. Ein paar Tropfen genügen, um aus jedem Gericht ein Highlight zu machen, das nach Sommer, Provence und ein bisschen Luxus in der Küche schmeckt.

 

Zutaten für 500 ml

  • 500 ml heller Weinessig oder Apfelessig (biologisch, nicht aromatisiert)

  • 2–3 EL getrocknete Lavendelblüten (aus dem Garten oder in Bioqualität)

  • 1 verschließbare Glasflasche oder ein Einmachglas

  • Optional: 1–2 Zweige frischer Lavendel zur Dekoration

 

Zubereitung

  • Vorbereitung:
    Die Lavendelblüten in ein sauberes, sterilisiertes Einmachglas geben.

  • Essig aufgießen:
    Den Essig darüber gießen, bis die Blüten vollständig bedeckt sind.

  • Ziehen lassen:
    Das Glas gut verschließen und an einem kühlen, dunklen Ort etwa 2 bis 3 Wochen ziehen lassen. Zwischendurch leicht schütteln.

  • Abseihen:
    Den Essig durch ein feines Sieb oder Tuch filtern, um die Blüten zu entfernen.

  • Abfüllen:
    Den Lavendelessig in eine hübsche, saubere Flasche füllen. Wer mag, gibt einen dekorativen Lavendelzweig mit in die Flasche.

Verwendungsideen

Lavendelessig wirkt am besten, wenn man ihn sparsam einsetzt – schon ein kleiner Spritzer genügt, um Gerichten eine elegante, blumige Frische zu verleihen. Besonders harmonisch passt er zu Salatdressings mit Ziegenkäse, Birne oder Rucola, als feine Note in Marinaden für Fisch, Huhn oder Ofengemüse oder als überraschender Aromakick über frische Beeren, Erdbeersalat oder sogar in selbstgemachter Limonade. Wer Gäste beeindrucken möchte, ersetzt einfach einen Teil des normalen Essigs in der Vinaigrette durch Lavendelessig – und schon schmeckt der Salat wie aus einem kleinen Bistro in der Provence.

Unser Fazit

Lavendelessig ist der beste Beweis, dass große Geschmackserlebnisse manchmal in kleinen Flaschen stecken. Er ist unkompliziert herzustellen, vielseitig einsetzbar und verleiht alltäglichen Gerichten im Handumdrehen eine besondere, fast schon elegante Note. Ob in sommerlichen Salaten, leichten Marinaden oder als kreativer Akzent bei Desserts – dieser Essig bringt einen Hauch Süden, ein bisschen Feinschmeckergefühl und jede Menge Aromazauber in die Küche. Wer ihn einmal probiert hat, wird schnell merken: Normale Vinaigrette ist gut – aber mit Lavendel wird sie plötzlich ein kleines kulinarisches Highlight. 😄

 

Neugierig auf noch mehr kulinarische Entdeckungen? Dann begleite uns weiter auf unserer Reise durch Küchen aus aller Welt – voller überraschender Aromen, traditioneller Klassiker und kleiner Experimente, die manchmal genial und manchmal herrlich verrückt enden. 😄 Von rustikaler Hausmannskost über raffinierte Spezialitäten bis zu Gerichten, bei denen wir uns selbst gefragt haben: „Wie sind wir eigentlich hier gelandet?“

Jedes Rezept ist ein Stück unserer Reisegeschichte: ein wenig Küchenchaos, viele spannende Begegnungen, neue Lieblingsgerichte und natürlich eine ordentliche Portion Fernweh. Ob Straßenstand, Familienküche oder verstecktes Dorfrestaurant – wir probieren, sammeln, kochen nach und bringen die besten Geschmackserlebnisse direkt zu dir nach Hause.

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Krautsuppe im Brotlaib

 

Krautsuppe im Brotlaib – Litauens deftiger Klassiker 🥖

Die osteuropäische Küche liebt es deftig, wärmend und herzhaft – und die Krautsuppe im Brotlaib ist der perfekte Beweis dafür. Ein Gericht, das nicht nur den Bauch, sondern auch die Seele wärmt, rustikal aussieht und beim Servieren für „Wow“-Momente sorgt. Wer sich einmal in einen Brotlaib voller würziger Suppe stürzt, weiß sofort: Das ist Wohlfühlessen auf höchstem Niveau.

 

Ein Stück Geschichte im Laib

Krautsuppe, oft als Sauerkrautsuppe zubereitet, war lange ein günstiges, nahrhaftes Gericht der bäuerlichen Küche. Kohl war eines der wenigen Gemüse, das gut lagerbar war und selbst im tiefsten Winter für Vitaminpower sorgte. Zusammen mit Kartoffeln, Speck oder Fleisch entstand daraus eine kräftige, aromatische Suppe, die Herz und Magen gleichermaßen füllt

 

Der Brotlaib-Clou

Das Besondere an dieser Suppe? Sie wird im ausgehöhlten Brotlaib serviert. Ursprünglich aus der Brotkultur Mitteleuropas, sorgt diese Variante dafür, dass die Suppe nicht nur eindrucksvoll aussieht, sondern auch noch herzhafter schmeckt – das Brot saugt die würzige Brühe auf und wird selbst zur Delikatesse. In Polen kennt man diese Idee als „żurek w chlebie“, in Litauen ist es die beliebte Variante der Kopūstų sriuba duonoje.

Ein Gericht also, bei dem man erst die Suppe schlürft, dann das Brot zerreißt – und am Ende glücklich, satt und ein kleines bisschen stolz ist, dass man das alles alleine geschafft hat. 😋

Zutaten

  • 500 g Sauerkraut

  • 2 Zwiebeln

  • 2 Knoblauchzehen

  • 2 Möhren

  • 3 Kartoffeln

  • 150 g durchwachsener Speck oder geräucherte Wurst (z. B. Krakauer oder Debrecziner)

  • 1 EL Tomatenmark

  • 1 TL Paprikapulver (edelsüß)

  • 1 TL Kümmel

  • 1 Lorbeerblatt

  • ca. 1,5 Liter Gemüse- oder Fleischbrühe

  • Salz & Pfeffer

  • Öl zum Anbraten

Für den Brotlaib

  • 4 kleine runde Roggen- oder Sauerteig-Brotlaibe (z. B. Bauernbrot oder rustikales Landbrot)

Zubereitung

  • Gemüse vorbereiten:
    Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und Kartoffeln schälen und klein schneiden.

  • Anbraten:
    Speck oder Wurst in Würfel schneiden und in einem großen Topf in etwas Öl anbraten. Zwiebeln und Knoblauch hinzufügen, dann Möhren, Tomatenmark und Gewürze mit anschwitzen.

  • Suppe kochen:
    Kartoffeln, Sauerkraut, Lorbeerblatt und Brühe dazugeben. Alles etwa 30–40 Minuten leicht köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Bei Bedarf nachwürzen.

  • Brot vorbereiten:
    Während die Suppe köchelt, die Brotlaibe aushöhlen. Dazu einen Deckel abschneiden, das weiche Innere vorsichtig herauslösen (nicht wegwerfen – z. B. für Croutons verwenden). Die Laibe bei 160 °C Umluft für etwa 10 Minuten im Ofen aufknuspern – so bleiben sie länger stabil.

  • Anrichten:
    Die heiße Suppe in die knusprigen Brotlaibe füllen und mit dem „Brotdeckel“ servieren. Wer mag, garniert mit frischer Petersilie oder einem Klecks saurer Sahne.

Serviertipp

Am besten schmeckt die Krautsuppe im Brotlaib, wenn der Laib noch warm ist und die Kruste leicht knuspert. Gib einen Löffel Sauerrahm oben drauf, streue etwas frische Petersilie darüber und serviere den Brodeckel gleich daneben – so kann jeder selbst entscheiden, ob er ihn zuerst knabbert oder als „Suppe-Löffel 2.0“ benutzt.

Noch ein Highlight: Wenn die Suppe zur Neige geht, ruhig mutig werden und die Brotseiten Stück für Stück abreißen – sie sind voller Geschmack und quasi der heimliche Höhepunkt des ganzen Gerichts. 

 

Unser Fazit

Die Krautsuppe im Brotlaib ist ein Gericht, das gleich doppelt wärmt: von innen durch die würzige, sämige Suppe – und von außen durch den knusprigen Brotlaib, der sich langsam mit all dem Geschmack vollsaugt. Ein Essen, das nicht nur satt, sondern glücklich macht. Das Beste daran? Wenn die Suppe weg ist, geht’s erst richtig los: Dann wird das Brot zum Hauptdarsteller und jede abgerissene Ecke schmeckt wie ein kleines Stück kulinarischer Geborgenheit.

Für alle, die herzhafte Küche lieben, ist dieses Gericht ein Volltreffer: rustikal, ehrlich, gemütlich und fantastisch sättigend. Ein Klassiker, der beweist, dass gutes Essen nicht kompliziert sein muss – nur clever kombiniert. Und mal ehrlich: Eine Suppe, die man am Ende gleich mit verspeist? Das ist Food-Entertainment auf höchstem Niveau. 😋

 

Neugierig auf noch mehr herzhafte Entdeckungen? Dann begleite uns weiter auf unserer kulinarischen Reise quer durch Töpfe, Pfannen und improvisierte Campingkocher! 😄 Ob traditionelle Klassiker, überraschende Geschmackskombinationen oder Gerichte, bei denen wir kurz überlegen mussten, ob das wirklich essbar sein soll – wir probieren alles, was uns auf die Teller kommt.

Jedes Rezept bringt seine ganz eigene Geschichte mit: ein bisschen Chaos aus unserer mobilen Küche, unerwartete Aha-Momente, kleine Pannen und natürlich eine große Portion Fernweh. Von gemütlichen Familienküchen über Straßenstände bis hin zu winzigen Garküchen – wir haben überall geschnuppert, gekostet und so manches nachgekocht. Und das Beste? Wir nehmen dich mit auf jedes dieser Abenteuer. 😋

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Kepta Duona

 

Kepta Duona – Litauens knuspriger Kult-Snack 🧄🥖

Wenn es in Litauen einen Snack gibt, der immer geht – egal ob im Pub, beim Spieleabend oder einfach zwischendurch – dann ist es Kepta Duona. Außen knusprig, innen weich, kräftig gewürzt und mit einer guten Portion Knoblauch, macht dieses litauische Schwarzbrot schnell klar: Einfach kann verdammt lecker sein! „Gebratenes Brot“ klingt vielleicht harmlos, aber Kepta Duona ist im Grunde die knusprige Verkörperung baltischer Lebensfreude.

 

Die Geschichte hinter Kepta Duona

Kepta Duona entstand zu einer Zeit, in der man in Litauen eines nie tat: Brot verschwenden. Das berühmte dunkle Roggenbrot – aromatisch, lange haltbar und beinahe heilig – wurde restlos verwertet. Und so wurde hart gewordenes Brot in Streifen geschnitten, geröstet, mit Knoblauch eingerieben und oft mit Käse gekrönt.

Aus einer praktischen Idee wurde ein Snack, der heute in fast jeder Bar zu finden ist. Ob als Bierbegleiter, spontaner Genuss oder kleine Rettung nach einem langen Tag – Kepta Duona ist inzwischen so legendär, dass manche Touristen heimlich ganze Brote im Koffer nach Hause schmuggeln (rein hypothetisch natürlich… 😄).

 

Warum Kepta Duona so beliebt ist

Weil es so simpel ist – und gleichzeitig einfach genial. Das intensive Aroma des dunklen Roggenbrots trifft auf goldene Knusprigkeit, während der duftende Knoblauch und oft geschmolzener Käse jeden Bissen zu einem kleinen Geschmackserlebnis machen. Kepta Duona ist nicht nur ein Snack, er ist fast schon ein Ritual: man zerreißt die knusprigen Brotstreifen, riecht den verführerischen Duft, taucht sie in den Käse oder genießt sie pur – und plötzlich versteht man, warum dieser einfache Snack in ganz Litauen Kultstatus hat. Das Beste daran? Jeder Bissen schmeckt wie ein Mini-Urlaub in Litauen, nur ohne Kofferpacken, Flugstress oder Jetlag – einfach genießen und glücklich sein.

Zutaten

  • 200–300 g dunkles Roggenbrot (am besten etwas älter)

  • 2–3 Knoblauchzehen

  • Öl zum Braten (z. B. Sonnenblumenöl)

  • Salz

  • Optional: geriebener Käse (Gouda oder Edamer), saure Sahne oder Dip

Zubereitung

  • Brot vorbereiten:
    Das Roggenbrot in etwa fingerbreite Streifen schneiden. Die Rinde kann dranbleiben – sie wird besonders knusprig.

  • Braten:
    In einer Pfanne oder Fritteuse das Öl erhitzen. Die Brotscheiben portionsweise darin goldbraun und knusprig braten. Anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.

  • Knoblauch hinzufügen:
    Die noch warmen Brotscheiben mit fein gehacktem oder gepresstem Knoblauch vermengen – oder alternativ mit Knoblauchöl beträufeln. Mit etwas Salz bestreuen.

  • Servieren:
    Heiß servieren – optional mit geriebenem Käse bestreut oder mit einem Dip aus saurer Sahne und Kräutern. Auch eine Knoblauch-Mayonnaise passt hervorragend dazu.

Tipp

Wer es originalgetreu mag, verwendet litauisches Schwarzbrot (Juoda duona) – das gibt dem Snack seinen unverwechselbaren Geschmack. Du bekommst es in osteuropäischen Läden oder kannst es auch selbst backen.

 

Unser Fazit

Für uns ist Kepta Duona der perfekte Snack, weil er einfach, schnell und unglaublich aromatisch ist. Die Kombination aus knusprigem Roggenbrot, würzigem Knoblauch und optional etwas Käse oder Dip macht jeden Bissen zu einem kleinen Genussmoment. Gerade die Rinde liebe ich – sie wird beim Braten herrlich kross und intensiv im Geschmack. Ob als Fingerfood auf Reisen, als Beilage zu Suppen oder einfach so zwischendurch: Dieser Snack bringt Herz und Wärme auf den Teller, ganz ohne großen Aufwand. Für mich gehört er zu den kleinen kulinarischen Highlights, die man immer wieder gerne zubereitet.

 

Neugierig auf neue Geschmackserlebnisse aus aller Welt? 🌍 Auf unserem Reiseblog nehmen wir dich mit zu den Gerichten, die wir unterwegs probiert haben – von kleinen Straßenständen über gemütliche Familienküchen bis hin zu versteckten Garküchen.

Jedes Rezept erzählt von unseren Reisen: die überraschenden Aromen, die besonderen Zutaten und die Geschichten dahinter. Ob bekannte Klassiker oder spannende, neue Kombinationen – wir zeigen dir, was uns unterwegs begeistert hat, und wie du die Gerichte zuhause nachkochen kannst. Lass dich inspirieren und schlemme dich mit uns einmal rund um den Globus! 😋

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Chkmeruli

 

Chkmeruli – Georgiens Knoblauch-Huhn🍗

Chkmeruli (auch Shkmeruli) ist ein echter Klassiker der georgischen Küche – für alle, die Knoblauch lieben und Hähnchengerichte mit Charakter schätzen. Zartes Hähnchen, goldbraun gebraten und dann in einer cremigen Knoblauchsoße geschmort – ein einfaches, aber unfassbar aromatisches Gericht aus der Region Racha, das längst über die Grenzen Georgiens hinaus Fans gefunden hat.

 

Die Geschichte von Chkmeruli

Seinen Namen verdankt das Gericht dem kleinen Dorf Chkmeri in den Bergen von Racha, wo es vermutlich im frühen 20. Jahrhundert entstand. Ursprünglich schlicht: Hähnchen in Milch und ordentlich Knoblauch gegart. Heute verfeinern viele die Soße mit Sahne, Butter oder Crème fraîche, sodass aus dem einfachen Familienessen ein echtes Geschmackserlebnis wird.

Wer hätte gedacht, dass Chkmeruli sogar international Karriere macht? In Japan wurde es unter dem Namen „Georgian Chicken“ sogar ein Verkaufsschlager bei KFC – georgische Hausmannskost goes Fast-Food!

 

Warum Chkmeruli einfach begeistert

  • Intensiver Geschmack: Knoblauch, Huhn und cremige Soße – mehr braucht es nicht, um süchtig zu machen.

  • Einfach zuzubereiten: Auch wenn es wie ein Festessen aussieht, ist es unkompliziert nachzukochen.

  • Perfekt für Gäste: Vorausgesetzt, sie lieben Knoblauch genauso sehr wie wir.

 

Zutaten

  • 1 kleines Hähnchen (ca. 1–1,2 kg), alternativ 4 Hähnchenschenkel

  • 5–6 Knoblauchzehen (nach Geschmack mehr)

  • 250 ml Sahne oder Crème fraîche

  • 100 ml Milch oder Wasser

  • 2 EL Butter oder neutrales Öl

  • Salz, Pfeffer

  • Optional: etwas Dill oder Petersilie zum Garnieren

Zubereitung

  • Hähnchen vorbereiten:
    Das Hähnchen in zwei Hälften oder in grobe Stücke teilen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

  • Anbraten:
    In einer Pfanne oder einem gusseisernen Topf Butter oder Öl erhitzen und das Hähnchen rundum scharf anbraten, bis es goldbraun ist (innen muss es noch nicht durch sein). Dann das Fleisch herausnehmen und beiseitestellen.

  • Knoblauchsoße zubereiten:
    Die Knoblauchzehen fein hacken oder durch eine Presse drücken. In der gleichen Pfanne im Bratfett kurz anschwitzen (nicht bräunen!). Mit Milch und Sahne ablöschen, leicht salzen und pfeffern.

  • Hähnchen garen:
    Das Hähnchen zurück in die Pfanne legen, Deckel drauf und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten schmoren lassen, bis das Fleisch durch und die Soße schön cremig ist.

Serviervorschlag

Chkmeruli schmeckt am allerbesten direkt aus der Pfanne, noch dampfend und herrlich aromatisch – da lohnt sich das Warten auf den perfekten Bissen! Ein Stück knuspriges Brot oder eine Portion fluffiger Reis ist Pflicht, um die cremige, knoblauchige Soße aufzutupfen. Und ja, wir meinen wirklich auf jeden einzelnen Tropfen, denn die Soße ist das Herzstück dieses georgischen Klassikers.

Für ein bisschen Frische und Farbe auf dem Teller passt ein leichter Salat perfekt dazu – am besten mit einem Spritzer Zitronensaft, der die intensive Knoblauchnote schön ausbalanciert. Und wenn du magst, gönn dir ein Glas georgischen Weißwein oder einen leichten Rotwein – denn seien wir ehrlich: Ein Abend mit Chkmeruli ohne Wein ist wie ein Sommer ohne Sonne. 🌞

 

Unser Fazit

Chkmeruli ist kein 5-Sterne-Gourmet-Gericht, aber ein Herzensgericht, das zeigt: Wenige Zutaten, viel Geschmack und eine ordentliche Portion Knoblauch machen aus einem einfachen Huhn ein unvergessliches Erlebnis. Ein Muss für alle, die Abenteuer nicht nur auf der Straße, sondern auch auf dem Teller lieben.

Pro Tipp: Wer den Duft von Knoblauch liebt, wird sich sofort in Chkmeruli verlieben. Wer nicht … nun ja, dann öffnet man besser ein Fenster. 😄

 

Hast du Lust auf noch mehr kulinarische Abenteuer? Dann stöbere unbedingt durch unsere Rezeptgeschichten aus aller Welt! Hier gibt’s alles – von köstlichen Klassikern bis zu Gerichten, bei denen wir uns fragen: „Was zur Hölle haben wir da gerade gegessen?!“ 😄

Jedes Rezept ist nicht nur ein Teller, sondern eine kleine Geschichte: ein bisschen Chaos aus unserer mobilen Küche, jede Menge Überraschungen und natürlich eine ordentliche Portion Fernweh. Ob Straßenstand, Familienküche oder winzige Garküche – wir haben alles probiert, dokumentiert und teils daheim nachgekocht.

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Chakhokhbili

 

Chakhokhbili – Georgiens duftender Eintopfklassiker 🥘

Manche Gerichte duften schon beim Kochen nach Reiselust – und Chakhokhbili gehört definitiv dazu. Der georgische Hühnereintopf mit Tomaten, Kräutern und einer ordentlichen Portion Koriander ist ein echter Klassiker aus dem Kaukasus. Ursprünglich wurde er mit Fasan zubereitet – das Wort „khokhobi“ bedeutet im Georgischen nämlich Fasan. Heute kommt meist Huhn in den Topf, aber der Name und der Geschmack sind geblieben.

Das Ergebnis? Ein wunderbar würziger, saftiger Eintopf, der in der Küche duftet, als hätte man gerade die Grenze nach Georgien überquert.

 

Ein Stück georgische Geschichte

Die Wurzeln des Chakhokhbili reichen weit zurück in die georgischen Dörfer. Früher war es ein Gericht für Jäger, die ihren Fang – meist Fasan – mit Tomaten, Zwiebeln und frischen Kräutern schmorten. Mit der Zeit wurde das Wild durch Huhn ersetzt, und so wurde aus dem Jagdgericht ein Alltagsklassiker.

Fast jede Familie in Georgien hat heute ihr eigenes Chakhokhbili-Rezept – mal mit extra Knoblauch, mal mit scharfer Ajika-Paste, mal mit einem Schuss Wein. Was aber überall gleich ist: Es wird langsam geschmort, duftet intensiv und schmeckt nach gelebter Tradition.

 

So schmeckt Georgien im Topf

Das Besondere an Chakhokhbili ist die Kombination aus einfachen Zutaten und intensivem Geschmack. Reife Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, frischer Koriander, Paprikapaste und ein gutes Huhn – mehr braucht es nicht. Kein Schnickschnack, kein Firlefanz, nur ehrlicher Geschmack.

Beim Kochen verbreitet sich der Duft von geschmortem Fleisch und Kräutern, und spätestens dann weiß man, warum die Georgier so stolz auf ihre Küche sind.

 

Zutaten

  • 1 ganzes Hähnchen (ca. 1,5 kg), in Stücke geschnitten

  • 3–4 große Tomaten (alternativ: 400 g stückige Tomaten aus der Dose)

  • 2 Zwiebeln

  • 3 Knoblauchzehen

  • 1 Bund frischer Koriander (alternativ: Petersilie + Koriander gemischt)

  • 1 TL Paprikapulver (edelsüß)

  • 1 kleine Chilischote oder Ajika (optional)

  • Salz, Pfeffer

  • 2 EL Öl oder etwas Hühnerfett

Zubereitung

  • Hähnchenteile ohne Öl in einem Topf oder einer tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten, bis sie leicht Farbe bekommen. Das Hähnchen lässt dabei etwas eigenes Fett.

  • Die fein geschnittenen Zwiebeln hinzufügen und glasig dünsten.

  • Die Tomaten grob würfeln und ebenfalls dazugeben (bei Dosentomaten direkt einrühren). Etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen.

  • Knoblauch fein hacken und mit Paprika, Salz, Pfeffer und – wenn gewünscht – etwas Chili oder Ajika unterrühren.

  • Zugedeckt auf kleiner Flamme weitere 30 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Hähnchen zart ist.

  • Kurz vor dem Servieren den gehackten frischen Koriander untermischen.

Serviervorschlag

Serviere das Gericht mit frischem Weißbrot, Reis oder georgischem Maisbrot Mchadi, um die würzige Sauce perfekt aufzusaugen. Jedes Stück Brot wird so zu einer kleinen kulinarischen Reise nach Georgien, die direkt auf deinem Teller stattfindet.

Dazu ein Glas georgischer Rotwein, und schon hat man den Geschmack des Kaukasus auf dem Teller.

 

Unser Fazit

Chakhokhbili ist kein einfacher Eintopf – es ist Georgiens Seele im Kochtopf. Aromatisch, kräftig, ehrlich und voller Charakter, bringt er ein Stück Kaukasus direkt in deine Küche.

Wer einmal die Mischung aus saftigem Hühnchen, reifen Tomaten, frischem Koriander und würziger Ajika gerochen hat, weiß: Dieses Gericht macht nicht nur satt, sondern auch glücklich. Und falls der Duft irgendwann an eine kleine Hütte in den georgischen Bergen erinnert – dann hast du alles richtig gemacht.

Oder wie wir es nennen: „Wer einmal Chakhokhbili gekocht hat, braucht kein Parfum mehr – das Haus riecht tagelang nach Abenteuer!“ 😄

 

Wenn dir jetzt schon das Wasser im Mund zusammenläuft, dann warte mal, bis du unsere anderen Reise-Rezepte durchstöberst. Da gibt’s echte Knaller, verrückte Überraschungen und ein paar Gerichte, die wir wahrscheinlich nur so höflich gelächelt haben, weil man uns dabei beobachtet hat. 😄

Wir probieren unterwegs fast alles – ob das klug ist, sei dahingestellt, aber es macht Spaß! Und genau diese Geschichten und Geschmäcker haben wir für dich gesammelt.

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Cepelinai aus Litauen

 

Cepelinai – Litauens Kartoffel-Knödel in Zeppelinform ✈️

Manchmal ist es Liebe auf den ersten Biss, manchmal ein Abenteuer, das wir uns lieber nicht noch einmal antun. Bei Cepelinai war es eindeutig Liebe: diese riesigen Kartoffelklöße, gefüllt mit würzigem Hackfleisch, zart auf der Zunge und kombiniert mit einer cremigen Speck-Zwiebel-Sauce – ein Geschmack, der sofort nach Heimat, Wärme und Gemütlichkeit riecht.

 

Was sind Cepelinai?

Cepelinai (gesprochen: zeh-peh-LEE-nay) sind das litauische Nationalgericht schlechthin – große Kartoffelklöße, gefüllt mit würzigem Fleisch, die aussehen wie kleine Zeppeline. Ja, richtig gelesen: Litauen hat seine eigenen Luftschiffe … nur essbar! 😄

Dieses Gericht ist rustikal, sättigend und ein bisschen abenteuerlich, genau wie die litauische Küche selbst. Und mal ehrlich: Wer möchte nicht schon beim Frühstück an Litauens Wolkenkratzer aus Kartoffelteig denken?

 

Ein kurzer Blick in die Geschichte

Cepelinai stammen aus dem 20. Jahrhundert und wurden inspiriert von ähnlichen Gerichten aus Deutschland und Polen. Kartoffeln waren lange das Grundnahrungsmittel in Litauen – besonders auf dem Land. Die Kombination aus Kartoffelteig + Fleischfüllung ist also eine Art clevere Lösung für hungrige Menschen mit überschaubaren Zutaten.

Heute ist Cepelinai ein Herzstück der litauischen Kultur, oft zu Feiertagen, Sonntagen oder einfach, wenn man Lust auf ein richtiges Wohlfühlgericht hat. Jede Familie hat ihr eigenes Geheimrezept, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.

 

Zutaten (für ca. 8 Stück)

  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln

  • 200 g Kartoffelstärke (oder Mehl)

  • 1 Ei, Salz

  • ca. 400 g gemischtes Hackfleisch 

  • 1 gewürfelte Zwiebel

  • nach Geschmack gepresster Knoblauch

  • Butter oder Speck zum Anbraten

  • 200 g saure Sahne oder Schmand

  • Petersilie oder Dill zum Garnieren

Zubereitung

  • Die Kartoffeln schälen, roh reiben und gut abtropfen lassen (Füllflüssigkeit auffangen!) – alternativ gekocht und ausgepresst vorbereiten, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen .

  • Für den Teig geriebene Kartoffeln mit Ei, Stärke/Mehl und Salz vermengen.

  • Hackfleisch mit Zwiebel (Knoblauch), Salz, Pfeffer und ggf. Kräutern mischen.

  • Teig in Portionen teilen, flach drücken, Füllung in die Mitte geben und oval verschließen – wie ein kleiner Zeppelin.

  • In leicht gesalzenem Wasser bei schwacher Hitze ca. 15–20 Minuten ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.

  • In der Zwischenzeit Speck in Butter knusprig auslassen, Zwiebel darin glasig braten – für eine klassische Sauce mit saurer Sahne vermischen.

Die perfekte Sauce – weil ohne geht’s nicht

Während die Klöße garen, Speck in Butter knusprig auslassen, Zwiebel glasig dünsten und anschließend mit einem Klecks saurer Sahne oder Schmand servieren.
Das ist die klassische Sauce, die dem Gericht die typisch herzhafte Note verleiht. Frische Kräuter wie Dill oder Petersilie dürfen gern für Farbtupfer und Aroma sorgen.

 

Serviervorschlag

Cepelinai traditionell serviert mit Speck-Zwiebel-Butter und Sauerrahm – dazu passt:

  • Grüner Salat

  • Dunkles Roggenbrot

  • Eingelegtes Gemüse

 

Varianten – experimentierfreudig oder vegetarisch

  • Fleischfrei: Pilze oder litauischer Quark (Tworog) als Füllung

  • Alternative Fleischsorten: Geflügel, Lamm oder Wild

  • Gewürze: Muskatnuss, Majoran, Dill – alles erlaubt, Hauptsache lecker!

 

Unser Fazit

Cepelinai sind mehr als Kartoffelklöße – sie sind Litauens kulinarisches Herz, rustikal, gemütlich und voller Geschichte. Zugegeben, sie sind nicht die schnellsten Freunde in der Küche. Aber der Lacher beim ersten „Flugversuch“ und der Genuss danach machen jede Minute wertvoll. Perfekt für ein Sonntagsessen, Gäste oder einfach, um ein Stück Litauen zuhause zu erleben.

Skanaus! – Guten Appetit auf Litauisch!  🇱🇹

 

Du hast Lust auf noch mehr chaotische, spannende und überraschende Geschmackserlebnisse? Dann stöbere durch unsere Sammlung weiterer Rezepte, die wir auf unseren Reisen entdeckt, probiert und teils selbst nachgekocht haben.

Hier gibt’s alles – von herzhaft bis exotisch, von kleinen Straßenstand-Köstlichkeiten bis zu kulinarischen Klassikern aus fernen Ländern. Manche Gerichte haben uns zum Lachen gebracht, andere waren eine echte Herausforderung für den Gaumen – aber alle erzählen ihre eigene Geschichte.

Klick dich durch, probier aus, lache über unsere kleinen Küchenpannen oder genieße einfach die Erinnerung an eure eigenen Reisen. Jede Rezeptseite enthält praktische Tipps, Hintergrundinfos zum Land und die eine oder andere persönliche Anekdote von uns.

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